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Eine Waffe ist per Definition ein Instrument zum Angriff auf einen Gegner und/oder der Zerstörung von Gegenständen/Bauwerken.


In der Schattenwelt sind Schattenjäger in der Regel die einzigen, die Waffen nutzen. Im Schattenjäger-Codex ist der Waffenkunde daher ein ganzes Kapitel gewidmet.

Schattenjäger verwenden keine Feuerwaffen, da darin eingravierte Runen aus einem unbekannten Grund verhindern, dass sich das Schießpulver entzündet. Außerdem sind moderne Feuerwaffen nicht für die Kämpfe der Nephilim geeignet, die meistens aus kurzen Konfrontationen bestehen, in denen selten genug Zeit bliebe, eine Waffe zu ziehen, zu laden, zu entsichern, auf den Feind zu zielen und Abzudrücken. Stattdessen verwenden Schattenjäger die seit Jahrtausenden genutzten Blankwaffen. Der Codex empfiehlt, in jeder Waffenkategorie umfassende Grundkenntnisse zu besitzen (da es Dämonen gibt, gegen die die eigene Lieblingswaffe vollkommen nutzlos sein kann), sich aber dennoch auf eine bestimmte Waffe zu spezialisieren, für die man angeborenes Talent besitzt.

Alle Schattenjägerwaffen sind mit Runen versehen, da sich ein von einer gewöhnlichen Waffe getroffener Dämon nahezu sofort davon erholt (es sei denn, die Klinge besteht aus einem für Dämonen giftigen Material wie Gold). Die Runen blockieren die Selbstheilungskräfte der Dämonen und machen es somit möglich, Dämonen zu töten.


SchwerterBearbeiten

Schwerter sind Klingenwaffen, die den Gegner sowohl durch Hiebe als auch durch Stiche verletzen - von leichten, flexiblen und einhändig geführten klingen wie dem Degen bis hin zu schweren Waffen wie dem Claymore, einem schottischen Langschwert, das mit beiden Händen geführt wird und dessen Klinge manchen Träger an Länge überragt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind sämtliche übrige lange Klingenwaffen zwischen diesen beiden Extremen einzuordnen. Im Allgemeinen legen Schattenjäger im Kampf Wert auf Schnelligkeit und Wendigkeit; daher bevorzugen diejenigen, die sich auf den Schwertkampf spezialisieren, in der Regel kleinere, einhändig geführte Klingenwaffen.

Bevor man wirklich mit Kampfübungen beginnt, muss man laut Codex in der Lage sein, das ausgewählte Schwert eine halbe Stunde waagrecht und bewegungslos in der Luft zu halten.

Beispiele: Cinquedea, Degen, Seitschwert, Rapier, Langschwert, Claymore

Berühmte Vertreter dieser Waffenart: Cortana, Eosphoros, Phosphoros


Messer und DolcheBearbeiten

Diese kleineren Klingen sind im Kampf weniger ermüdend und werden häufig mit beiden Händen gleichzeitig geführt. Ihr Nachteil besteht natürlich darin, dass sie eine geringere Reichweite besitzen als ein Schwert, sodass man beim Einsatz näher an den Feind herankommen muss. Andererseits lassen sie sich leichter verbergen als ein Schwert und bei der Benutzung von Seraphklingen kommen häufig Techniken aus dem Dolchkampf zum Einsatz.

Die Technik des Messerwerfens erfordert sehr viel Geschick und Training, außerdem sind Messer und Dolche in der Herstellung aufwendiger und teurer als Pfeile (was man unbedingt berücksichtigen sollte, da man die geworfene Waffe vielleicht schon nach einem Wurf verliert).

Beispiele: Stilett, Misericordia, Fischschwanzklinge, Degenbrecher


Schwere WaffenBearbeiten

Diejenigen, die im Kampf keinen Wert auf Raffinesse legen, werden sich vermutlich auf Waffen dieser Kategorie spezialisieren, bei denen der Gegner einfach mit einem schweren, vorzugsweise spitzen Stück Metall niedergeknüppelt wird. Nur die wenigsten Kreaturen der Schattenwelt, egal ob Dämon oder Schattenwesen, lassen sich nicht mit ausreichend großer Schlagkraft besiegen. Der größte Vorteil dieser Waffen besteht darin, dass sie auch ohne viel Übung sehr effektiv sind, denn für ihre Verwendung sind lediglich brutale Kraft und Platz zum Schwingen erforderlich. Aber auch diese Waffen haben Nachteile: Sie sind kaum zu verbergen und entfalten ihre volle Wirkung nur, wenn die Haut des Gegners schwächer ist als das Material der Waffe. Zudem besteht das erhöhte Risiko, sich selbst und andere Personen in der Nähe schwer zu verletzen.

Beispiele: Morgenstern, Axt, (Streit-)Hammer


StangenwaffenBearbeiten

Diese Waffen haben wohl die meisten Variationen, zeichnen sich aber durch ein relativ einheitliches Design aus: eine spitze Klinge am Ende einer langen, soliden Holzstange. Früher dienten sie dazu, einem Krieger größere Reichweite zu verschaffen - sehr nützlich im Kampf gegen einen Feind zu Pferde, von einem Pferd aus, gegen Dämonen auf den Rücken anderer Dämonen usw. Heutzutage sind Stangenwaffen außer Mode geraten, da berittene Kämpfe so gut wie nie stattfinden und man auch mit anderen Waffen gegen Dämonen mit großer Reichweite ankommt. Stattdessen werden Stangenwaffen hauptsächlich als zeremonielle Ausrüstung von Schattenjägergarden verwendet.

Wer dennoch eine Stangenwaffe nutzen möchte, sollte immer auch einige andere Waffen bei sich tragen, da eine Stangenwaffe relativ nutzlos wird, sobald der Feind an der Spitze vorbei ist.

Beispiele: Lanze, Pike, Hellebarde, Naginata


DistanzwaffenBearbeiten

Bogen und Armbrust sind die bevorzugten Distanzwaffen der Nephilim: Sie sind leicht, gut zu transportieren und man kann ohne großen Aufwand eine große Menge an Munition mit sich führen. Genau wie der Schwertkampf ist das Bogenschießen eine komplexe und trainingsintensive Kampfkunst, die eine der längsten Übungszeiten überhaupt voraussetzt. Nur sehr selten können Distanzwaffen im Kampf aus einer verschanzten Position benutzt werden, stattdessen müssen Schützen in der Lage sein, mitten im Getümmel ruhig zu zielen und zu schießen. Die Armbrust ist weniger trainingsintensiv als der Bogen (dennoch ist die Übungszeit lang), dafür hat sie aber eine längere Nachladezeit und es lässt sich schwerer bestimmen, wie weit der Bolzen fliegt.

Es wird empfohlen, immer eine Auswahl an Pfeilen oder Bolzen mit verschiedenen Spitzen (Gold, Silber, Eisen, etc.) mit sich zu führen, unterscheidbar an der verschiedenfarbigen Befiederung.

Beispiele: Bogen, Armbrust, Schleuder


Exotische WaffenBearbeiten

Es gibt so viele ungewöhnliche, seltene und exotische Waffen, wie es menschliche Kulturen gibt. Diese "Spezialwaffen" sind unter Schattenjägern keineswegs verboten oder unerwünscht, im Gegenteil. Ein Schattenjäger mit dem Hang zu einer exotischen Waffe wird damit immer besser sein als mit jeder anderen. Manche dieser exotischen Waffen besitzen ungewöhnliche dämonische oder himmlische Kräfte, beispielsweise der Athame, ein mit Dämonenrunen versehener Dolch.

Beispiele: Peitsche, Stockdegen, Aegis, Athame, modifizierte Haushaltsgegenstände


SeraphklingenBearbeiten

Seraphklingen oder Engelsschwerter sind die wichtigsten Waffen der heutigen Nephilim. Sie sind aus Adamant gefertigt, sind zweischneidig, meist 60 Zentimeter lang und leuchten von innen heraus in einem weißen Licht. Vor der Verwendung muss der Klinge der Name eines Engels gegeben werden. Mit der Zeit erschöpft sich die Kraft einer aktivierten Seraphklinge, bis sie aufhört zu leuchten und nutzlos wird. Die Eisernen Schwestern sind in der Lage, leere Engelsschwerter wieder zu erneuern.

Für Irdische sind Seraphklingen sehr viel gefährlicher als für Schattenweltler, sie verbrennen auch bei einem winzigen, mit einer Seraphklinge zugefügten Kratzer am lebendigen Leib. Schattenjäger dagegen fügt die Berührung eines Engelsschwerts nur Brandblasen zu, vor denen aber die permanente Engelsmachtrune schützt.






Für die Effekte bestimmter Materialien, die in der Waffenherstellung Verwendung finden, siehe dort.

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