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Ein Schattenmarkt ist vergleichbar mit einem irdischen Wochenmarkt. In bestimmten Nächten, in manchen Fällen aber auch tagsüber, treffen sich Schattenwesen (manchmal auch Irdische mit dem Zweiten Gesicht) auf einem bestimmten Gelände und bauen ihre Stände auf, an denen sie verschiedenste Dinge verkaufen.

Für gewöhnlich sind Schattenmärkte in vier bis fünf Zonen eingeteilt: eine für jede Sorte von Schattenwesen und manchmal auch eine für Irdische mit dem Zweiten Gesicht. Die Zonen gehen lose ineinander über und man bemerkt keine wirkliche Grenze, bis man bemerkt, dass man größtenteils von einer anderen Schattenweltlerart umgeben ist als zuvor.

Auf Schattenmärkten kann man die unterschiedlichsten Dinge kaufen, egal ob mit irdischem Geld oder speziellen, meist illegalen Waren.

Werwölfe: Sie sind meistens an Ständen zu finden, die frisches Fleisch, Besteck und andere Haushaltswaren aus Eisen statt aus Silber, Kleidung, Schutz gegen Vampire, Fellpflegeprodukte, Wolfswurz, andere Alltagsgegenstände und ähnliches anbieten. Meistens sind sie auch hierbei, wie so oft, in unterschiedlich großen Gruppen von Rudelmitgliedern unterwegs. Wie alle anderen kaufen sie hauptsächlich bei ihresgleichen ein, nur für Schutzamulette gegen Vampire, Weihwasser und derartiges gehen Werwölfe auch zu Hexenwesen, Irdischen und Feenwesen. Die Vampire meiden sie auf den meisten Märkten.

Vampire: Vampire kaufen auf Schattenmärkten überwiegend Blut. Es gibt zahlreiche Stände mit den verschiedensten Sorten, sowohl Tier- als auch Menschenblut (meist aus Blutkonserven der irdischen Krankenhäuser), oft auch aromatisiert oder vermischt mit Säften, Wein und anderen Getränken. Auf den Märkten großer Städte findet sich oft genug auch mindestens ein Stand mit Irdischen, die sich für Geld beißen lassen, um den dadurch ausgelösten Rausch zu erleben. Aus einer Reihe herrenloser Finsterlinge können sich Vampire auch einen neuen Domestiken aussuchen und umsonst mitnehmen.

Hexenwesen: Sie kaufen in allen Zonen ein, je nachdem, was sie gerade brauchen. Zutaten für Zauber, Tränke, magische Pulver und antike Texte kaufen sie bei anderen Hexenmeistern und Feenwesen ihres Vertrauens, das für manche Beschwörungen und Rituale verwendete Blut bei Vampiren, das Fleisch für das Abendessen bei den Werwölfen. Hauptsächlich verkaufen Hexenmeister aber auf den Schattenmärkten, und das an jeden: magische Objekte mit unterschiedlichen Effekten, Zaubertränke mit Effekten wie kurzzeitige Unsichtbarkeit, Bestandteile von Dämonen, Kräuter und noch vieles mehr. In den seltensten Fällen bietet ein Hexenwesen an seinem Stand extrem teure Kopien berühmter magischer Werke an, wie beispielsweise Das Graue Buch, die Pseudomonarcia Daemonica oder den Hexenhammer.

Feenwesen: Diese Schattenwesen kaufen so gut wie nie etwas. Stattdessen bieten sie ihren Kunden verzauberte Schmuckstücke an, legen ihnen die Karten, verkaufen Feendrogen und Elbenfrüchte oder stellen von Art zu Art unterschiedliche Fähigkeiten zur Schau oder stellen diese gegen Bezahlung in die Dienste eines Kunden. So verrät eine Banshee einem dem Zeitpunkt des eigenen Todes, Cluricaune spüren verlorene Gegenstände wieder auf, Dschinn vollführen Kunststücke und Peris tanzen zur allgemeinen Unterhaltung.

Irdische und Ifrits: Sie sind in allen Zonen anzutreffen und kaufen alles, was ihnen von Nutzen erscheint oder ihnen gefällt. Sie selbst verkaufen Waren weiter und bieten manchmal Dämonendrogen an sowie nicht ganz legale Waffen. Oft reisen sie durch die ganze Welt, von Schattenmarkt zu Schattenmarkt, und verkaufen das, was sie selbst kauften, zu bedeutend höheren Preisen auf ihrem Heimatmarkt.


Die meisten Schattenweltler bieten nur Dinge an, die für ihre eigene Art von Interesse sind, in seltenen Fällen schließen sie sich aber auch mit anderen zusammen. So entstanden gemeinschaftliche Stände von Hexenmeistern und Feenwesen, an denen alles, was magisch ist, zu kaufen ist, nur zu massiv erhöhten Preisen.

Für Schattenjäger stellen die Märkte eine Grauzone dar. Daher ist es nur erwachsenen Schattenjägern in Ausnahmefällen erlaubt, einen Schattenmarkt aufzusuchen; jeder unter 18 Jahren kann für einen Besuch dort bestraft werden.


Bekannte SchattenmärkteBearbeiten

  • Buenos Aires: Der Schattenmarkt steht unter der Kontrolle einer Werwölfin, die sich hauptsächlich um Waisenkinder kümmert. Unter ihrer Kontrolle widersetzten sich die Schattenweltler des Marktes erfolgreich den Übergriffen der Kohorte im Jahr 2012.
  • London: Nahe der London Bridge findet der Schattenmarkt zu unterschiedlichen Zeiten in den Ständen eines Irdischen Markts statt. Von 2007 bis 2012 waren Feenwesen hier geächtet, ein Hexenmeister bot sogar Kobolde und Wichtel zum Kauf an.
  • Los Angeles: Einer der Schattenmärkte, auf dem auch zu Zeiten des Kalten Friedens Feenwesen noch erwünscht waren. Er befindet sich auf einem abgesperrten Parkplatz und wird nur in warmen Nächten abgehalten. Bis 2012 wurde der Markt von Barnabas Hale betrieben, danach von Hypatia Vex.
  • New York: Außergewöhnlich groß und typisch für New York ist dieser Schattenmarkt.
  • Paris: Der größte Schattenmarkt Europas befindet sich in einem antiken römischen Theater. Er ist noch unordentlicher und chaotischer als die meisten anderen und ist die Heimat zahlreicher Schattenwelt-Waisen, die sich entweder ihren Unterhalt zusammenstehlen oder niedere Arbeiten für die Standbesitzer verrichten.
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